Ehrlich Fair Bio – Tatico ist nicht nur Kaffee

© Kolpingwerk Äpfel aus Neuseeland, Pullover aus Bangladesch, Tee aus Indien, im Supermarkt werden wir vor die Wahl gestellt: Kaufe ich ein faires Produkt und gebe dafür ein bisschen mehr Geld aus oder ist es mir das nicht wert.

Im Rahmen einer entwicklungspolitischen Vortragsreihe zum Tatico Kaffee-Projekt des Kolpingwerkes Diözesanverband Paderborn wird deutlich, wieso es uns am Herzen liegen sollte, faire Produkte zu kaufen. Das Motto, unter dem der Tatico Kaffee produziert wird, ist Ehrlich Fair Bio. Und dieser Leitspruch wird ernst genommen. Ehrlich steht dabei für Transparenz für alle Beteiligten, vom Produzenten bis zum Konsumenten. Fair bedeutet eine Zusammenarbeit auf Augenhöhe mit den Kooperativen vor Ort und eine Garantie für faire Arbeitslöhne. Bio verspricht zudem nachhaltige und umweltschonende Landwirtschaft. Im Verlauf des Vortrags wird schnell deutlich, wie wichtig es tatsächlich ist, den fairen Handel auszubauen, da die Kaffeeproduzenten in Honduras darauf angewiesen sind, wenigstens einen Teil der jährlichen Ernte zu fairen Preisen zu verkaufen.

© Kolpingwerk Doch das Kolpingwerk in Paderborn unterstützt das Projekt nicht nur durch den Vertrieb von Kaffee. Die Zusammenarbeit ist zugleich ein entwicklungspolitisches Bildungsprojekt. Durch kontinuierliche Weiterbildungsmaßnahmen für die Kaffeeproduzenten und beteiligte Mitarbeiter, sowie durch die Finanzierung eines honduranischen Agraringenieurs können die praktischen Kenntnisse über moderne ökologische Landwirtschaft kontinuierlich ausgebaut werden und steigern so die Qualität des Kaffees und die Umsätze der Kaffeeproduzenten.

In einem Dokumentarfilm, der die Moderatorin Yvonne Willicks, Werner Sondermann vom Kolpingwerk Diözesanverband Paderborn und den Kaffeeröster Klaus Langen auf einer Reise zu den Kaffeekooperativen in Honduras zeigt, wird anschaulich, wie die Kaffeekirschen geerntet und weiterverarbeitet werden bis der sogenannten Pergamentkaffee vorliegt. Der Rohkaffee wird später in der Kaffeerösterei Langen in Medebach geröstet.

© Kolpingwerk Der Vortrag macht deutlich, wie entwicklungspolitische Bildungsprojekte in der Praxis umgesetzt werden und wie einfach es für den einzelnen ist, diese Arbeit zu unterstützen. Der globale Handel bringt Privilegien für die einen auf Kosten der anderen. Wegen dieses Missverhältnisses müssen wir Verantwortung übernehmen und nur durch den direkten Kontakt mit den Menschen vor Ort wird uns diese Pflicht vor Augen geführt.

Text: Friederike Woesthoff

 


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Ehrlich. Fair. Bio.