Für Veränderung braucht es Mut

© Bernhard Bauer

Paderborn. Unter dem Motto „Mutig in die Zukunft?!“ fanden die diesjährigen Tage der Orientierung für ehrenamtliche Vorsitzende im Hotel Aspethera Anfang Februar mit Diözesanpräses Sebastian Schulz und Wolfgang Hansen von der Gesellschaftspolitischen Akademie statt. 23 Teilnehmende waren der Einladung gefolgt.

© Bernhard Bauer Was bewegt uns, wenn wir an Zukunft denken? Mit welchem Bild, welcher Metapher würden wir das beschreiben? Und ist die Zukunft eher etwas, das uns eine Sorgenfalte auf die Stirn bringt? Das waren Fragen, die die Teilnehmenden am Freitagabend beschäftigten. Sie ließen sich von Bildern und kreativen Sprüchen (z. B. „Sei realistisch. Plane ein Wunder.“) inspirieren, sprachen über den Mut, Dinge anzupacken und überlegten, welche Dinge das für unsere Gesellschaft sein könnten. So waren sie schließlich mit Adolph Kolping der Überzeugung „Nur mutig vorwärts, Gott wird für die Zukunft sorgen!“

Dass gesellschaftliche Entscheidungen mutig angegangen werden müssen, wurde am Samstagmorgen am Beispiel Umwelt sichtbar. Papst Franziskus analysiert in seiner Enzyklika Laudato si‘, was gegenwärtig schief läuft und zeigt Wege zur Veränderung auf. Gelegentlich formuliert er ziemlich drastisch, wenn er zum Beispiel in Nummer 89 behauptet, dass das Aussterben einer Art uns verstümmle. Die Teilnehmer*innen setzten sich mit seinen Beobachtungen und Ideen auseinander.

Vor Herausforderungen stehen nicht nur wir Menschen insgesamt, auch ehrenamtlich Tätige sehen sich Veränderungen gegenüber, auf die sie reagieren müssen. Am Beispiel des Kolpingwerkes (Upgrade) besprach dies am Samstagnachmittag Klaudia Rudersdorf, stellvertretende Bundesvorsitzende des Kolpingwerkes, mit den Teilnehmer*innen: Wie muss sich ein ehrenamtlicher Verband (neu) aufstellen, dass er zukunftsfähig ist?

Zukunft bleibt ungewiss. Auf dem Weg ins Ungewisse gibt es Vorbilder: Abraham (Gen 15,1 – 6). An seiner Person wurde verdeutlicht, wie Menschen mit Veränderungen umgehen können, ein Impuls aus längst vergangenen Zeiten für heutige gesellschaftliche Umbruchzeiten.

Kapelle Michaelskloster © Bernhard Bauer Und neben der Bildung weiter viele Anregungen: Inspirierende Geistliche Impulse zum Thema. Mit Diözesanpräses Sebastian Schulz besuchten die Teilnehmer*innen die Kapelle des Michaelsklosters und ließen sich von ihrer Neugestaltung beeindrucken. Die Heilige Messe in der Kapuzinerkirche zum Abschluss. Winfried Henke, stellvertretender Diözesanvorsitzender, berichtete über Veränderungen im Diözesanverband. Auch für den Austausch untereinander, ob im Stiftskeller oder in der Gaststätte „Zum goldenen Handwerk“, war genügend Zeit.

 

Also:

Wunder planen und den nächsten Termin vormerken – letztes Januarwochenende 2021.