Graffiti ist weit mehr als Farbe auf Beton und Ärgernis für Behörden und Hausbesitzer. Als hoch bezahlte Kunstform hat sie längst ihren Weg in Ausstellungen und Museen gefunden. Dabei wollte der Teenager Darryl McCray aus Philadelphia nur die Aufmerksamkeit eines Mädchens gewinnen und zeigen, dass er noch am Leben war, als er 1967 seinen Spitznamen Cornbread überall in der Stadt hinterließ. Er gilt heute als Vater des modernen Graffitis, einem kreativen Ventil für Jugendliche, die ihre Identität in vernachlässigten Vierteln sichtbar machen wollten, weil sie keine Stimme im öffentlichen Raum hatten.